Die Minimetro von Perugia

Die Minimetro ist ein ganz besonderes Verkehrsmittel, das die Stadtväter von Perugia erbaut haben. Der öffentliche Verkehr in Perugia besteht aus Bussen, aus Rolltreppen und eben aus dieser Minimetro. Während die Rolltreppen, welche die Unterstadt mit der Altstadt verbinden, kostenfrei benutzt werden können besteht für Busse und Minimetro ein Tarifverbund. Die Busse, es gibt für den Fremden fast unzählige Linien, fahren nach einem Fahrplan, jedoch in ganz verschiedenen, teilweise langen Intervallen. Das Fahrplanbüchlein gibt's an den Verkaufsstellen kostenlos, aber das heisst noch lange nicht, dass man nachher weiss, welche der vielen Linien man benutzen soll.

Ganz anders ist da die vor wenigen Jahren gebaute Minimetro. Die kleinen unbedienten Kabinen fahren in Intervallen von etwa 2-3 Minuten zwischen Altstadt und der Unterstadt. Die Zugänge zur Bahn werden teilweise noch mit Lift ergänzt. Der Betrieb ist vollautomatisch. Der Fahrgast braucht eine Fahrkarte, die sowohl für Bus, wie auch für Minimetro gültig ist. Er besteigt die kleine Kabine, nimmt in einem der etwa 10 Sitzen Platz und schon fährt die kleine Bahn los. Es werden etwa 7 Stationen bedient, davon ist eine ganz oben in der Altstadt, dort, wo die touristischen Zentren und die Einkaufsstrassen sind. Eine weitere wichtige Haltestelle ist beim Bahnhof der FS, und die Endhaltestelle im Tal unten liegt direkt neben einem riesengrossen Parkplatz. Die Zwischenstationen bedienen moderne Wohnviertel der Stadt.

Die Kabine läuft an Zugseilen. Bei der Einfahrt in die Stationen wird sie durch ein seitliches Rollband sanft zum Anhalten gebracht, die Türe öffnet sich und schliesst nach kurzem Halt wieder. Sobald die Türe zu ist, befördert das Rollband die Bahn ans nächste Zugseil, wo sie einklinkt und so die nächste Station erreicht. An den Endstationen, hier müssen alle Passagiere aussteigen, wird die Kabine dann automatisch gewendet, um dann in Gegenrichtung die Fahrt wieder aufzunehmen.

Eine geniale Lösung des Verkehrsproblems. Leise, unauffällig werden hier die Passagiere ohne Wartezeiten zu Ihrem Ziel gebraucht. Umweltschonend dazu und zu günstigem Preis. Da die Bahn vollautomatisch läuft fallen praktisch fast keine Personalkosten an und der grosse Parkplatz bei der Talstation animiert jeden Autofahrer, hier sein Auto abzustellen. Dies umsomehr, als in der Altstadt fast jeder private Verkehr auf Anstösser beschränkt ist.

Warum gibt es bei uns noch keine Minimetro??

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Marta & Ernst Triet, Gurtnellen am Gotthard

Letzte Änderung am Montag, 17. September 2018 um 14:11:44 Uhr.

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